Die Unterstufe der Fachschule für Sozialpädagogik besuchte jetzt eine örtliche Bienenstation, bevor die Gruppe im Anschluss die örtliche Feuerwehrwache besichtigte. Ziel des Ausflugs war es, praxisnahe Einblicke für die spätere pädagogische Arbeit zu gewinnen.

Imkerin — Bildungsarbeit, Praxis und Öffentlichkeitsarbeit
Empfangen wurden die Studierenden von Juliane Berger, die in der Region als engagierte Imkerin und Bildungsakteurin bekannt ist. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen unter anderem die Leitung von Bienen-AGs an Schulen, Kurse für Volkshochschulen sowie Veranstaltungen für Kitas und angehende Erzieherinnen und Erzieher. Frau Berger beteiligt sich aktiv an lokalen Initiativen, wie der „Aktionswoche der Biene“, um das Bewusstsein für die Bienen als Bestäuber zu stärken.
Die Teilnehmenden bekamen eine Einführung in den Aufbau eines Bienenstocks und in die Entwicklungsstadien der Honigbiene — vom Ei über Larve und Puppe bis zur ausgewachsenen Arbeiterin, Drohne oder Königin. Praktische Demonstrationen veranschaulichten, wie Bienen Waben bauen, wie Nektar aufgenommen und im Stock durch Enzyme zu Honig verarbeitet wird. Da das Wetter leider nicht dazu einlud, die Bienen auch draußen in Aktion zu sehen, demonstrierte Frau Berger alle Vorgänge anschaulich an einer Fotobeute.
Als thematischen Schwerpunkt beleuchtete die Imkerin am Ende die aktuelle Verbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in Europa und die damit verbundenen Risiken für heimische Insektenbestände. Sie erläuterte, wie diese invasive Art Nester nahe Imkereien aufsucht, Jungvölker bedroht und dadurch lokale Bienenpopulationen schwächen kann, sowie mögliche Schutz- und Meldeverfahren. Weiterführende Informationen wurden über einen bereitgestellten QR-Code (Link zu einem Beitrag zum Thema in der Lokalzeit) zugänglich gemacht.

Feuerwehr — Schutzkleidung, Fahrzeuge und Ausrüstung
Der zweite Teil des Ausflugs führte zur örtlichen Feuerwehrwache. Dort erhielten die Studierenden einen praktischen Einblick in Organisation und Technik der Einsatzkräfte. Programmpunkte waren:
- Anprobieren der Schutzkleidung: Helme, Schutzanzüge und Handschuhe, um die Schutzfunktion und das Gewicht der Ausrüstung zu erfahren.
- Besichtigung der Einsatzfahrzeuge: Einführung in die verschiedenen Fahrzeugtypen und deren Einsatzmöglichkeiten.
- Vorstellung der Gerätschaften: Einsicht in die verwendeten Werkzeuge und technischen Hilfsmittel, die bei Lösch- und Rettungseinsätzen zum Einsatz kommen.
Die Einsatzkräfte erklärten zudem grundlegende Abläufe bei Notrufen und gingen auf typische Übungshäufigkeiten sowie häufige Einsatzarten ein. Die Studierenden konnten Fragen stellen und so ein besseres Verständnis für die Arbeit und die Verantwortung der Feuerwehr gewinnen.
Fazit
Der kombinierte Besuch bei Imkerei und Feuerwehr bot der Klasse wertvolle und praxisnahe Erfahrungen. Die Einblicke in ökologische Zusammenhänge, Artenschutzthemen und in sicherheitsrelevante Abläufe stärken die Fachkompetenz der angehenden Erzieherinnen und Erzieher und liefern konkrete Anknüpfungspunkte für die spätere Bildungsarbeit mit Kindern. Ein herzliches Dankeschön an Frau Berger und die Feuerwehr, die den Tag besonders lehrreich gestalteten.
