Die Studierenden der Fachschule Technik in Vollzeit stellten jetzt nach mehrmonatiger Arbeitsphase ihre Projektarbeiten vor. Die Projekte entstanden im Rahmen ihrer Weiterbildung zu staatlich geprüften Technikerinnen und Technikern am Berufskolleg Wittgenstein (BKW) und wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen entwickelt. Die Präsentationen zeigten einmal mehr, wie kreative und innovative Ideen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können. Mit ihren technisch und wirtschaftlich tragfähigen Projekten leisten sie einen wertvollen Beitrag für die beteiligten Unternehmen.

Auch im kommenden Schuljahr ist es möglich, sich zur staatlich geprüften Technikerin/zum staatlich geprüften Techniker weiterzubilden, entweder in Teilzeit (Unterricht an zwei Abenden pro Woche) oder in Vollzeit (Unterricht an drei Schultagen plus Selbstlernphasen). Anmeldungen werden gerne entgegengenommen. Interessierte erhalten weitere Informationen auf unserer Homepage.

Die Projektarbeit von Daniel Herhaus, Enrico Müller und Louis Ciliox befasste sich mit einer Machbarkeitsstudie zur Integration einer Siegelstation in das bestehende Transportsystem „weShuttle“ der Firma Weber Food Technology. Ziel der Arbeit war es, sowohl die technische Umsetzbarkeit zu analysieren als auch ein geeignetes Konzept zur Integration der Siegelstation zu entwickeln. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zeigten, dass das Transportsystem grundsätzlich die technischen Voraussetzungen zur Integration einer Siegelstation erfüllt, jedoch gezielte Anpassungen erforderlich sind. Dazu wurden mehrere Umsetzungskonzepte erarbeitet und miteinander verglichen. Eine der ausgearbeiteten Varianten ist insbesondere im Hinblick auf Effizienz, Integrationsaufwand und Prozesssicherheit für die Umsetzung besonders geeignet.

In ihrer Projektarbeit in Zusammenarbeit mit Mennekes Elektrotechnik GmbH & CO. KG konstruierten Niklas Altendorf, David Funke und Jana Sophie Tschirch ein Kabelmanagementsystem für eine DC-Ladesäule. Ziel war es, das bestehende System hinsichtlich Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Reichweitengewinnung zu überarbeiten. Durch konstruktive Anpassungen des Systems für die Integration eines Seilzugs mit Schwenkarm konnte Benutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit erhöht werden, dies wird in der Praxis noch weiter getestet.

Die Projektgruppe bestehend aus Sebastian Pabst, Nils Poburski und Jannik Wagner beschäftigte sich bei dem Unternehmen Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH mit einer Konzeptentwicklung zur Modularisierung der Installationsebene. Dabei sollten Regeln für das konstruktive Berücksichtigen dieser Installationen geschaffen werden und es sollte ein Schritt hin zur Standardisierung der Sondermaschinen gemacht werden. Im Verlauf der Projektarbeit wurden diese Regeln entwickelt und modulare Bauteile für die Ebenen konstruiert. Dieses Regelwerk sowie die damit verbundenen Bauteile sollen zukünftig zum Einsatz kommen.

In ihrer Projektarbeit beschäftigten sich Angelika Eret, Kirsten Hoffmann und Wiebke Marie Otto mit dem Thema „Konzeptionierung und Entwicklung eines Stützwalzenwechselantriebs an einem Folienwalzwerk“ in Zusammenarbeit mit Achenbach Buschhütten GmbH & Co.KG. Ziel war, eine neue, kostengünstige und alternative Antriebsart für den Stützwalzenwechsel zu entwickeln. Es wurde ein Konzept in 3D ausgearbeitet. Außerdem wurde eine Handlungsempfehlung für das Unternehmen erstellt, mit der weitere Entwicklungen und eine spätere Aufnahme des Endergebnisses in das Produktportfolio generiert werden können.

In Zusammenarbeit mit der SMS group entwickelten Celina Dellori, Lars Hackenbracht, Pascal Saßmannshausen und Fabian Schellmann ein innovatives Konzept zur Neukonstruktion einer Walzenzapfenlehre. Ziel des Projekts war es, die bestehende Ausführung grundlegend zu optimieren. Durch vereinfachte Bedienung, verbesserte ergonomische Eigenschaften sowie eine kostengünstigere Herstellbarkeit konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden. Das neue Konzept leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Anwenderfreundlichkeit in der praktischen Anwendung.

Ole Afflerbach, Philipp Schadt und Maximilian Schneider beschäftigten sich mit dem Projekt „Konstruktion einer Abstapelvorrichtung für Regufoambahnen“. Ziel war es, eine Konstruktion auszuarbeiten, die es ermöglicht, die Regufoambahnen 90 Grad zur Durchlaufrichtung sowie in Durchlaufrichtung zu fördern. Dieses Ziel wurde erfüllt, außerdem wurde durch diese Konstruktion der Förder- und Stapelprozess der Firma REGUPOL optimiert und die Ergonomie für die Mitarbeiter gesteigert.

Louis Battefeld, Linus Battenfeld und Renè Womelsdorf führten in Zusammenarbeit mit Viessmann Climate Solution eine Konzeptstudie zur Automatisierung eines Vormontagetisches durch. Es sollte ein Konzept für einen neuen Vormontagearbeitsplatz ausgearbeitet werden, das vorgegebene technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen hatte. Die Projektgruppe entwickelte ein praxistaugliches Konzept, das allen gestellten Anforderungen entspricht und unter anderem durch einen verbesserten Prozessablauf eine Senkung der Stückkosten erreicht.

Das Ziel von Joshua Müsse und Timo Wied war, im Rahmen ihrer Projektarbeit ein Mantelschutzapplikator-Magazin zu entwickeln und zu konstruieren. Dieses Magazin wird von der AMOVA GmbH verwendet, um Stahl- und Aluminium-Coils einzupacken und gegen äußere Umwelteinflüsse zu schützen. Es wurde ein Teststand für diese Applikation konstruiert, beschafft und zahlreiche Versuche durchgeführt. Durch die gewonnenen Eindrücke konnte die gesamte Maschine fertig konstruiert werden, die in Zukunft bei einem Kunden eingesetzt wird.

Nur durch die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen den projektgebenden Unternehmen, den engagierten Projektteams und dem BKW konnten diese überzeugenden Ergebnisse erzielt werden. Das BKW stellt damit zugleich unter Beweis, dass die beruflichen Weiterbildungen ein hohes Maß an Praxisrelevanz und fachlicher Tiefe aufweisen.