Nach mehrmonatiger Arbeitsphase stellten die Studierenden jetzt ihre Projektarbeiten vor, die im Rahmen ihrer Weiterbildung zu staatlich geprüften Technikerinnen und Technikern in enger Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen entwickelt wurden. Die Präsentationen zeigten einmal mehr, wie kreative und innovative Ideen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können. Mit ihren technisch tragfähigen Projekten leisten sie einen wertvollen Beitrag für die beteiligten Unternehmen.

In ihrer Projektarbeit entwickelten Yara Kaßburg und Nils Stahl in Zusammenarbeit mit der Firma Gebr. Kemper GmbH & Co KG ein Konzept zur wasserfreien Qualitätsprüfung einer Sicherheitsarmatur. Bisher erfolgte die Dichtheits- und Funktionsprüfung mit dem Prüfmedium Wasser, dabei blieb hygienisch nachteilige Restfeuchtigkeit in der Armatur zurück. Anhand zahlreicher Testreihen wurden alternative Prüfmethoden in der Praxis erprobt. Es stellte sich heraus, dass Luft die steigenden hygienischen und qualitativen Anforderungen zum Schutz der Trinkwasserqualität erfüllt. Abschließend erfolgte die konstruktive Ausarbeitung zur Implementierung des neuen Prüfprozesses in eine bereits vorhandene Prüfanlage. 

Um Lärmschutz ging es in der Projektarbeit von Maximilian Kiersch, David Schlenger und Paul Seiffert. Sie befassten sich mit der Analyse, Identifikation und einer durch geeignete technische Maßnahmen erzeugten Lärmreduktion in der Duroplastfertigung der ABB AG Busch-Jaeger. Mit der Entwicklung unterschiedlicher Prototypen wurden erfolgreiche Lärmreduzierungsmaßnahmen ausgearbeitet, die nun zum Test eingebaut und zukünftig auch weiterentwickelt werden.

Lukas Engelbach, Pascal Mettken und Jan Schmid entwickelten ein Sicherheitskonzept für Senkrechtförderanlagen im Warenverteilzentrum der Viessmann Climate Solutions SE. Dabei wurden Absturzgefahren sowie andere potenzielle Gefahren für die Mitarbeitenden erfasst, dokumentiert und bewertet. Anschließend wurden konstruktive Lösungen ausgearbeitet, eine Layoutveränderung vorgenommen und eine bewegliche Absturzsicherung angefertigt, die bereits in bestimmten Bereichen installiert ist. So konnten das Gefahrenpotenzial in den Bereichen der Senkrechtförderanlagen deutlich reduziert und Arbeitsabläufe erleichtert werden.

Durch die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen den projektgebenden Unternehmen, den engagierten Projektteams und den betreuenden Lehrkräften konnten diese überzeugenden Ergebnisse erzielt werden. Wir stellen damit zugleich unter Beweis, dass diese berufliche Weiterbildung ein hohes Maß an Praxisrelevanz und fachlicher Tiefe aufweist.

Auch im kommenden Schuljahr ist es möglich, sich zur staatlich geprüften Technikerin/zum staatlich geprüften Techniker weiterzubilden. Anmeldungen werden gerne entgegengenommen. Interessierte finden Informationen auf unserer Homepage oder können diese telefonisch einholen.